Fatigue verursacht durch POST-COVID – POST-VAC -rezdivierend

Antwort :
Die Fatigue-Syndrome, die durch Long-COVID oder eine Post-Vac-Symptomatik verursacht werden, ähneln dem Chronischen Fatigue-Syndrom (ME/CFS). Daher orientieren sich die Therapieansätze an den Behandlungsmöglichkeiten für ME/CFS. Es gibt jedoch bislang keine Heilung und die Behandlung konzentriert sich auf Symptomlinderung und Anpassung des Lebensstils.

Wenn Fatigue-Syndrome durch Long-COVID oder Post-Vac-Syndrom rezidivierend auftreten, also in Schüben kommen und gehen, müssen Therapieansätze besonders auf Trigger-Vermeidung, Stabilisierung des Körpers und Schutz vor Verschlechterungen (Crashs) ausgerichtet sein.

1. Pacing & Energiemanagement (besonders wichtig bei rezidivierender Fatigue!)

  • Symptom-Tagebuch führen: Wann treten Rückfälle auf? Gibt es Muster oder Trigger?
  • Striktes Pacing:
    • Vermeidung von Überlastung (körperlich & geistig).
    • „Energy Envelope“ beachten: Immer unter der Belastungsgrenze bleiben.
    • Bei ersten Anzeichen eines neuen Schubs direkt in den Schonmodus wechseln.
  • Herzfrequenz-Monitoring (bei Dysautonomie/POTS hilfreich): Eine Smartwatch oder ein Brustgurt kann helfen, Belastungsspitzen zu vermeiden.

2. Medikamentöse Ansätze (je nach individueller Symptomatik)

  • Autonomes Nervensystem regulieren:
    • Ivabradin oder Beta-Blocker bei hoher Herzfrequenz / Tachykardie.
    • Midodrin oder Fludrokortison bei niedrigem Blutdruck / Dysautonomie.
  • Entzündungshemmung:
    • Niedrig dosiertes Hydrocortison (unter ärztlicher Aufsicht) bei Verdacht auf Nebennierenschwäche.
    • Mastzellstabilisatoren / Antihistaminika (z. B. Ketotifen, Loratadin) bei MCAS-Verdacht.
  • Antivirale Medikamente (bei Verdacht auf Virusreaktivierung, z. B. Epstein-Barr).
  • Blutgerinnungs-Modulation: Experimentell mit Heparin oder Acetylsalicylsäure (ASS 100 mg) bei Mikrogerinnseln.

3. Unterstützung der Zellenergie / Mitochondrienfunktion

  • Mikronährstoffe (bei nachgewiesenen Mängeln):
    • Coenzym Q10 / Ubiquinol, NADH, L-Carnitin → Energieproduktion.
    • Vitamin B12, D, Magnesium, Omega-3 → Nervensystem & Entzündungshemmung.
    • Alpha-Liponsäure → Schützt Nerven & kann bei Dysautonomie helfen.
  • Ketogene oder antientzündliche Ernährung (weniger Kohlenhydrate → stabilerer Energiestoffwechsel).

4. Physikalische & nicht-medikamentöse Therapie

  • Sanfte Atemübungen (bei Dysautonomie / Kurzatmigkeit).
  • Salz & Elektrolyte (besonders wichtig bei POTS/Niedrigblutdruck).
  • Vorsicht mit Bewegungstherapie! → Nur in gutem Zustand, sanft & angepasst!

5. Hochspezialisierte Therapieversuche (experimentell)

  • Apherese / Plasmapherese → Entfernung von Autoantikörpern oder Mikrogerinnseln (nur in spezialisierten Zentren).
  • Intravenöse Immunglobuline (IVIG) → Wird in schweren Fällen getestet.
  • Hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) → Teils positive Berichte, aber nicht standardisiert.

6. Psychosoziale Unterstützung & Stressmanagement

  • Akzeptanz, dass Schübe nicht „selbst verschuldet“ sind → Vermeidung von Schuldgefühlen.
  • Reizreduktion & Stressmanagement: Keine unnötigen Reize (z. B. laute Geräusche, grelles Licht) während eines Rückfalls.
  • Austausch mit Betroffenen (Selbsthilfegruppen, Online-Foren) → Erfahrungen mit wirksamen Strategien teilen.

💡 Fazit: Bei rezidivierender Fatigue ist es besonders wichtig, Schübe früh zu erkennen, Trigger zu vermeiden und den Körper gezielt zu unterstützen, ohne ihn zu überlasten.

Diese Informationen haben keinen Anspruch auf Richtigkeit, Vollständigkeit und dienen nur der Information und Zusammenfassung von Anfragen zu einem Thema, welches bei den Ärzten leider kein Hauptthema ist.

Für die Aufnahme in Sprechstunde an der Uniklinik Köln sind rezidivierende scheinbar Patienten nicht vorgesehen und erheblich.

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